Die Misteltherapie ist ein komplementärmedizinisches Verfahren, das ergänzend zu einer onkologischen Behandlung eingesetzt wird. Sie wird vor allem im Rahmen der anthroposophischen Medizin verwendet und begleitet Menschen mit einer Krebserkrankung individuell abgestimmt auf ihre persönliche Situation, die Tumorart und die laufende Therapie.
Die Mistel ist eine besondere Pflanze, die auf Bäumen wie Apfelbäumen, Kiefern oder Tannen als sogenannte Schmarotzerpflanze wächst. In der anthroposophischen Medizin wird sie seit vielen Jahren ergänzend in der Krebsbegleitung eingesetzt.
Für die Herstellung der Präparate werden verschiedene Mistelarten verwendet. Die Pflanze wird zu unterschiedlichen Jahreszeiten geerntet, da sich die Inhaltsstoffe im Sommer und Winter unterscheiden. Daraus entstehen standardisierte Präparate, die in der Therapie eingesetzt werden.
Die Misteltherapie wird in der Regel nicht isoliert eingesetzt, sondern als ergänzende Begleitung innerhalb eines gesamtheitlichen Behandlungskonzepts. Je nach Situation erfolgt die Kombination beispielsweise mit:
Dr. med. Christoph Zeller verfügt über eine Weiterbildung in anthroposophischer Medizin und begleitet Patientinnen und Patienten seit über 30 Jahren mit Misteltherapie ergänzend zu ihrer onkologischen Behandlung.
Die Misteltherapie wird individuell geplant und ärztlich begleitet. Die Behandlung erfolgt als Injektion unter die Haut. Grundlage sind die Tumorart, die aktuelle Therapiesituation, vorhandene Befunde, die Verträglichkeit und das persönliche Befinden.
Im ersten Gespräch besprechen wir mit dem Patienten die bisherige Krankengeschichte, die aktuelle onkologische Therapie, vorhandene Befunde und die persönlichen Beschwerden. Je nach Tumorart, Therapiesituation und Behandlungsziel wird anschliessend ein passendes Mistelpräparat ausgewählt. Anschliessend erfolgt die Einführung in die Anwendung.
Selbständige Durchführung der Therapie
Die Misteltherapie erfolgt meist zwei- bis dreimal pro Woche als Injektion unter die Haut. Patientinnen und Patienten lernen die Anwendung nach einer entsprechenden Einführung selbständig zu Hause durchzuführen.
Vor allem zu Beginn der Therapie beobachten wir, wie der Körper auf die Behandlung reagiert. Häufig zeigt sich an der Einstichstelle eine lokale Reaktion. Die Haut rötet sich, schwillt leicht an, wird warm oder juckt kurzfristig. Diese Reaktionen fliessen in die weitere Dosierung des Medikamentes mit ein.
Nicht jede Person reagiert gleich stark auf die Therapie. Deshalb besprechen wir Verträglichkeit, Beschwerden und allgemeines Befinden regelmässig. Bei Bedarf passen wir die Behandlung an.
Bei allgemeinen Fragen zur Misteltherapie, Unsicherheiten zu Hautreaktionen oder dem Wunsch nach einer Online-Begleitung bei der Anwendung können zusätzliche Beratungs- und Unterstützungstermine vereinbart werden.
Das Erstgespräch, die Verlaufskontrollen sowie die Beratungstermine finden in der Regel telefonisch oder per Video-Call statt. Die Einführung in die Selbstinjektion erfolgt mithilfe eines Instruktionsvideos. Deshalb eignet sich die Therapie auch für Patientinnen und Patienten ausserhalb der Region Zürcher Oberland.
Auf Wunsch sind persönliche Termine vor Ort möglich. Bitte melden Sie sich hierfür per E-Mail bei uns.
Die ärztliche Misteltherapie im Rahmen der anthroposophischen Medizin wird von der obligatorischen Grundversicherung übernommen. Dies gilt sowohl für die ärztliche Betreuung als auch für die verordneten Mistelpräparate im Rahmen der zugelassenen Anwendung.
Ob eine Misteltherapie sinnvoll ist, beurteilen wir individuell. Dabei spielen Tumorart, Krankheitsstadium, aktuelle Therapien und der allgemeine Gesundheitszustand eine wichtige Rolle.
Die Misteltherapie ersetzt keine schulmedizinische Krebsbehandlung. Sie wird ergänzend im Rahmen der anthroposophischen Medizin eingesetzt.
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