Der Psychiater ist ein Facharzt, der sich mit der Abklärung und Behandlung aller Gesundheitsstörungen beschäftigt, die Seele und Geist eines Menschen betreffen. Die Beschwerden können seelischen oder körperlichen Ursprungs sein.
Wenn sich Gefühle, das Denken oder die Stimmung plötzlich extrem negativ verändern, ist der Psychiater die richtige Ansprechperson. Manchmal spielt auch das Gedächtnis verrückt oder das Erleben fühlt sich komplett anders an.
Kurz – der Psychiater untersucht krankhafte Veränderungen in der Psyche.
Solche Situationen können aufgrund aktueller Erlebnisse entstehen oder plötzlich auftauchen, obwohl das belastende Ereignis lange zurück liegt. Andere Auslöser können seelische Konflikte und zwischenmenschliche Spannungen sein.
Die Ursachen für diese Probleme müssen nicht zwingend seelisch oder psychisch sein, sondern können auch durch Veränderungen des Gehirnstoffwechsels und der Gehirnsubstanz verursacht werden.
Psychische Beschwerden sind häufig – doch nicht in jedem Fall braucht es gleich eine fachärztliche Behandlung. Oft ist die Hausärztin oder der Hausarzt die erste Ansprechperson. Sie kennen die persönliche Situation, klären körperliche Ursachen ab und überweisen bei Bedarf an spezialisierte Fachpersonen weiter.
Je nach Situation kann eine Überweisung an eine Psychologin, einen Psychiater oder eine Psychotherapeutin sinnvoll sein – abhängig davon, welche Unterstützung im individuellen Fall am besten passt. Psychologinnen und Psychologen haben ein Psychologiestudium abgeschlossen. Sie führen Abklärungen und Gespräche durch, verschreiben aber keine Medikamente. Psychiaterinnen und Psychiater hingegen haben Medizin studiert. Sie sind Fachärztinnen bzw. Fachärzte für seelische Erkrankungen, stellen medizinische Diagnosen und können Medikamente wie Psychopharmaka verordnen. Sowohl Psychologinnen als auch Psychiater können eine anerkannte Weiterbildung in Psychotherapie absolvieren und Menschen in belastenden Situationen mit gezielter Gesprächstherapie begleiten.
Seit Juli 2022 gilt in der Schweiz das sogenannte Anordnungsmodell. Das bedeutet: Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten können auf ärztliche Anordnung hin direkt über die Grundversicherung abrechnen. Die Behandlung wird also – bei entsprechender Indikation und Anordnung – von der Krankenkasse übernommen. Je nach Störungsbild und Verlauf kann auch eine kombinierte Betreuung durch Psychiaterin und Psychotherapeut sinnvoll sein.
Schwere psychische Erkrankungen wie Schizophrenie oder Psychosen, die häufig eine komplexe medikamentöse Behandlung erfordern, gehören in die spezialisierte psychiatrische Betreuung, also zum Psychiater.
Unsere Fachpersonen arbeiten auf dem neuesten Stand der Forschung und beziehen bewährte sowie moderne, anerkannte Methoden in die Behandlungen mit ein.
Wir wissen, wie belastend psychische Beschwerden sein können und dass schnelle Hilfe oft entscheidend ist. Auch wenn zeitnah keine Termine bei unseren Psychiatern verfügbar sind, lassen wir Sie nicht allein.
Unsere erfahrenen Allgemeinmediziner und Hausärztinnen nehmen sich Zeit für Ihr Anliegen – auch bei seelischen Belastungen wie Erschöpfung, Ängsten, Schlafstörungen oder Stimmungstiefs. In vielen Fällen ist eine erste medizinische Abklärung durch die Hausarztpraxis sinnvoll und hilfreich.
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