Coronavirus – Online-Arzt für Betreuung zu Hause


Update vom 21. März 2020

Die Situation um den Coronavirus verschärft sich zusehends. Viele Patienten trauen sich nicht mehr in die Arztpraxis, wenn es nicht dringend notwendig ist. Für viele Menschen ist es aber besonders jetzt wichtig, Routinekontrollen durchzuführen. Darunter zum Beispiel Diabetiker oder Menschen mit Bluthochdruck.

Um den Sorgen der Menschen Rechnung zu tragen und die Sicherheit aller zu gewährleisten, bieten wir ab Montag dem 23.03.2020 eine Online-Betreuung für unsere Patienten an.

Notwendig dazu ist lediglich ein Internet-fähiges Gerät, idealerweise mit Kamera.

Ablauf Online-Sprechstunde:

  1. Sie vereinbaren telefonisch einen Online-Termin mit unseren Mitarbeitenden.
  2. 10 Minuten vor der Online-Konsultation ruft Sie ein Techniker an, um die notwendigen technischen Vorbereitungen durchzuführen.
  3. Die Ärztin oder der Arzt setzt sich vor den Bildschirm und die Online-Sprechstunde beginnt.

Für welche Leiden ist die Online-Sprechstunde geeignet?

Alle Leiden, welche keine körperliche Untersuchung notwendig machen, können online besprochen werden. Es gibt selbstverständlich Untersuchungen, bei denen nach wie vor ein physisch anwesender Arzt erforderlich ist. Aber beispielsweise die Besprechung von Laborergebnissen, psychischen Problemen, Blutdruckkontrollen, Blutzuckereinstellungen oder Beratungen bei Erkältungen können sehr gut übers Netz stattfinden. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Termin als Online-Sprechstunde stattfinden kann, rufen Sie uns einfach an. Unsere Praxisassistentinnen beraten Sie sehr gerne.

Learning by doing

Diese Situation ist für uns wie für Sie neu und die ersten Tage werden wahrscheinlich nicht ganz pannenfrei ablaufen. Wir werden jedoch jeden Tag Neues dazu lernen und freuen uns auf diese Herausforderung. Wir sind überzeugt mit diesem Angebot einem grossen Bedürfnis der Bevölkerung Rechnung zu tragen und machen diesen Schritt darum ohne vorangehende Testphase.

Lernen Sie mit uns und haben Sie Verständnis, wenn nicht alles auf Anhieb klappt.

Was wenn man kein Internet-fähiges Gerät besitzt?

Kein Problem. Wir bevorzugen zwar den Kontakt mit Video, denn so kann sich die Ärztin oder der Arzt ein besseres Bild verschaffen. Die Möglichkeit soll aber allen offen stehen. Darum greifen wir einfach auf das Telefon zurück, wenn jemand kein Internet-fähiges Gerät zur Verfügung hat.

Zum Angebot Online-Sprechstunde

Neu: Labor und Medikamentenabholung auf der anderen Strassenseite

Wir haben bereits eine Coronazone abgesondert von unserer Hauptpraxis eingerichtet. Neu werden wir bestellte Medikamente in unserem Praxisteil auf der anderen Strassenseite abgeben sowie notwendige und zuvor vereinbarte Labor-Analysen auch in diesem Gebäude durchführen. Dies erhöht die Sicherheit aller.

Auch unsere Spezialisten, die Hautärzte, Kardiologen, der Gynäkologe sowie der Chirurg sind in diesem Teil der Praxis fern der Coronazone tätig.

Wir freuen uns, Sie bald virtuell zu begrüssen! Bleiben Sie gesund!

Update vom 08. März 2020:

Coronavirus – wir behandeln Corona-Patienten in einer gesonderten Zone

Bis jetzt durften nur gewisse Spitäler Corona-Verdachtsfälle abklären oder Coronavirus-Patienten behandeln. Ab morgen Montag ändert sich diese Vorgehensweise. Wir als Arztpraxis dürfen ab Montag die Tests durchführen und ins Labor einsenden sowie allfällig Erkrankte zu Hause betreuen.

orona-Verdachtsfälle abklären oder Coronavirus-Patienten behandeln. Ab morgen Montag ändert sich diese Vorgehensweise. Wir als Arztpraxis dürfen ab Montag die Tests durchführen und ins Labor einsenden sowie allfällig Erkrankte zu Hause betreuen.

Nach wie vor werden keine gesunden Menschen getestet, sondern nur wer die typischen Symptome zeigt und andere Kriterien gegeben sind. Unsere Ärzte sehen sich jeden Einzelfall an und entscheiden individuell, ob der Test notwendig ist oder nicht.

Dafür haben wir eine Coronazone in der Nebenpraxis eingerichtet. Sie hat einen anderen Eingang auf der gegenüberliegenden Seite des Ganges der Hauptpraxis.

Trotzdem sollen Patienten mit Verdacht auf den Coronavirus zuerst anrufen und nicht einfach vorbeikommen. Wenn sie dann nach telefonischem Kontakt unsere Praxis besuchen, werden sie direkt in der Nebenpraxis empfangen. Wo sie genau eintreten können, erfahren Patienten mit Verdacht am Telefon.

Für unsere anderen Patienten minimiert dies das Ansteckungsrisiko.

Ablauf

  1. Bei Ihnen treten die typischen Symptome (Husten und Fieber) auf.
  2. Sie rufen uns an und erhalten einen Termin und Informationen, wo Sie sich melden können.
  3. In unserer Praxis erhalten Sie eine Gesichtsmaske und werden von uns angewiesen direkt in die Nebenpraxis – die Coronazone zu kommen.
  4. Der Arzt nimmt die üblichen Untersuchungen und Befragungen vor. Wenn es notwendig ist, gibt es eine Blutentnahme und/oder einen Abstrich (die Probe fürs Labor). Dieser wird ins Labor geschickt.
  5. Im erhärteten Corona-Verdachtsfall gehen Sie nach Hause und dürfen die Wohnung bis zum Resultat (ca. 1-2 Tage) nicht verlassen.
  6. Einer unserer Ärzte ruft Sie an und teilt Ihnen das Resultat mit.
    Bei einer positiven Testung und einem milden Verlauf verbleiben Sie zu Hause, bis die Krankheit ausgestanden ist. Sie erhalten von uns alle Informationen über das Verhalten zu Hause.
  7. Einer unserer Ärzte ruft Sie regelmässig an, um zu erfahren wie es Ihnen geht. So betreuen wir Sie zu Hause.
  8. Nur bei einem schweren Verlauf der Krankheit wird ein Spitalaufenthalt notwendig.

Beitrag vom 25. Februar 2020:

Coronavirus – wir sind wachsam

Die Zahlen der Infizierten aus unserem Nachbarland Italien steigen täglich und im Tessin ist bereits eine Person erkrankt. Die Menschen sind verunsichert. Uns veranlasst der Infektionsherd Italien zu höherer Wachsamkeit.

Für wen wird das Coronavirus gefährlich?

Bisher weiss man, dass grösstenteils Menschen mit Vorerkrankungen an dem Virus gestorben sind. Für die anderen geht die Krankheit wie eine Grippe vorüber. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Blogartikels sind weltweit über 30’000 Menschen, die vom Virus befallen waren, wieder gesund. Sämtliche Zahlen über das Virus sind hier zu finden.

Was das Coronavirus oder COVID-19 gefährlich macht, ist die hohe Ansteckungsrate: Bei der saisonalen Grippe stecken Infizierte durchschnittlich 1,2–1,6 weitere Menschen an. Beim Coronavirus sind es über 2. Er ist also hoch ansteckend!

Es gilt jedoch zu allen Zahlen betreffend des Coronaviruses zu sagen: sie sind mit Vorsicht zu geniessen. Der Ausbruch ist noch nicht lange her und eine verlässliche Datenbasis fehlt deshalb noch.

Richtige Verhaltensweise

Für alle Menschen, besonders aber für diejenigen mit chronischen Erkrankungen, heisst es nun, Hände waschen, Hände waschen, Hände waschen. Dies ist die wichtigste Massnahme, um sich nicht mit Krankheiten anzustecken. Auch sollten sie zu Menschen mit Husten mindestens zwei Meter Abstand halten.

Wer folgende Symptome, und zwar alle gleichzeitig, aufweist

  • Fieber
  • Husten
  • Atemnot

sollte sich an unsere Praxis wenden.

Dies bedeutet nun aber nicht, dass alle, die einen Husten haben, gleich positiv auf das Virus getestet werden. Im Gegenteil: wenn man hustet, ist die Gefahr am COVID-19 erkrankt zu sein, gleichbleibend gering. Auch alleiniges Fieber ohne Husten und Atemnot deutet nicht auf das Virus hin.

Wir passen uns laufend an

Dies ist der heutige Erkenntnisstand. Wir als Arztpraxis verfolgen die News und offiziellen Verlautbarungen zum Virus aufmerksam und passen unser Verhalten und den Umgang damit laufend an. Wir nehmen das Coronavirus ernst und treffen die notwendigen Vorsichtsmassnahmen, ohne in Panik zu verfallen.

Momentan bitten wir Patienten mit Verdacht auf das Coronavirus nicht persönlich in die Praxis zu kommen, sondern uns telefonisch zu kontaktieren. Einer unserer Hausärzte wird die Patienten schnellstmöglich zurückrufen und entscheiden, wie das weitere Vorgehen ist.