PrEP - HIV Prä-Expositionsprophylaxe

Die HIV Prä-Expositionsprophylaxe PrEP bietet einen guten Schutz vor einer HIV-Infektion. Das Angebot eignet sich für Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern. Der Schutz ist vergleichbar mit demjenigen eines Kondoms. 

PrEP in Kürze

✔ Medikamentöse Therapie (HIV-Medikamente)

✔ Schützt so zuverlässig wie Kondome vor HIV

✔ Schützt nicht vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten

✔ Selbstzahler-Therapie (nur Medikamente)

✔ Nur unter ärztlicher Aufsicht anzuwenden

✔ Pflichtbewusste Einnahme unabdingbar

PreP – was behandelt, kann auch HIV vorbeugen

Die Prä-Expositionsprophylaxe PrEP ist eine medikamentöse Therapie. Es handelt sich dabei um zwei der drei Wirkstoffe, die bei einer HIV-Infektion eingesetzt werden. Wer heute mit HIV infiziert ist und Medikamente einnimmt, in dessen Blut kann der Virus nicht mehr nachgewiesen werden. Das heisst, diese Patienten sind nicht mehr ansteckend.

Bei der Prophylaxe verhindern die Wirkstoffe, dass sich der Virus im Körper einnistet. 

Die Medikamente sind in der Schweiz für die Behandlung von HIV zugelassen, für dessen Prophylaxe aber noch nicht. Es handelt sich um eine sogenannte off-label-Verordnung. Das heisst, es ist dem Arzt offiziell erlaubt, das Mittel zu verordnen, die Krankenkassen bezahlen es jedoch nicht. 

Unerwünschte Wirkungen

Das PrEP-Medikament hat, wie jedes andere Arzneimittel auch, Nebenwirkungen. Die einen empfinden diese bereits nach der ersten Einnahme, andere bekommen sie überhaupt nie zu spüren. Die häufigsten sind: Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Da das Medikament oft über einen längeren Zeitraum eingenommen wird, legen sich die Nebenwirkungen nach einiger Zeit.

Auf lange Sicht kann das Medikament die Nierenfunktion schädigen. Deshalb sind regelmässige Kontrollen beim Arzt wichtig. Denn frühzeitig erkannt, kann diese unerwünschte Wirkung durch Absetzen des Präparates rückgängig gemacht werden.

Für eine angstfreie Sexualität

Die PrEP eignet sich für Menschen mit häufig wechselnden Sexualpartnern, wenn der Gebrauch von Kondomen nicht in Frage kommt oder wiederkehrend vergessen wird. Es ist jedoch zu beachten, dass das Medikament nur gegen HIV schützt nicht aber gegen andere sexuell übertragbare Krankheiten wie Gonorrhoe, Chlamydien, Syphilis, Herpes genitalis oder HPV.

Wer sich aber vornehmlich vor einer Infektion mit HIV fürchtet, ist mit PrEP gut beraten und kann ein angstfreies Sexualleben führen.

Zwei Methoden für zwei unterschiedliche Lebensstile

Es gibt zwei unterschiedliche Methoden die PrEP anzuwenden. Je nachdem welchen Lebensstil man pflegt.

Dauer-PrEP

Die Dauer-PrEP bietet einen hohen Schutz. Dabei nimmt man das Mittel sieben Tage vor und nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr ein. Wer also häufig mit unbekannten Personen verkehrt, tut gut daran das Medikament einfach durchgängig einzunehmen.

Vorteil: Man ist ständig geschützt und muss sich keine Gedanken um den HIV-Schutz machen. Der Körper gewöhnt sich an eventuelle Nebenwirkungen.

On-Demand-PrEP

Bei der On-Demand-PrEP nimmt man 2 bis 24 Stunden vor dem ungeschützten Geschlechtsverkehr zwei Tabletten ein. Danach sind die Tabletten am nächsten und übernächsten Tag nach dem letzten Verkehr um ca. dieselbe Zeit einzunehmen. Diese Methode eignet sich, wenn man z. B. weiss, dass es an einem Wochenende zu Sex kommen wird.

Bei dieser Methode müssen wir jedoch anmerken, dass der Schutz geringer ist, als bei der Dauer-PrEP.

Vorteil: Man setzt den Körper nicht ständig dem Medikament aus. 

Regelmässige Untersuchungen

Es ist äusserst wichtig, die PrEP nur unter ärztlicher Aufsicht anzuwenden. Wegen der vorher erwähnten Nierenbelastung müssen die Nierenwerte alle drei Monate überprüft werden und die Geschlechtskrankheiten getestet. Die Untersuchung beinhaltet Folgendes:

  • Hepatitis (A-C)-Screening
  • HIV- und Syphilis-Test im Blut
  • Untersuchung auf Chlamydien und Gonorrhoe im Urin
  • Prüfung der Nierenfunktion

Voraussetzungen

Wer PrEP anwenden möchte, sollte einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sein. Auf wen folgende Kriterien zutreffen, kann das Medikament problemlos anwenden:

  • HIV-negativ
  • normale Nierenfunktion 
  • Keine Hepatitis-B-Infektion 
  • gegen Hepatitis B geimpft

Kosten

Die Konsultationskosten sowie die Untersuchungen werden von der Krankenkasse übernommen. Einzig das Medikament muss der Konsument selber bezahlen.

24-h Erreichbarkeit unseres Arztes

In der Praxis am Bahnhof ist Dipl. Arzt Ali Sigaroudi (Facharzt für Klinische Pharmakologie) für die PrEP-Abgabe verantwortlich. Er ist 24 Stunden am Tag erreichbar für alle, die PrEP in Anspruch nehmen. So hat man die Gewissheit, dass egal wann man das Mittel einnimmt, jemand da ist, sollten unerwünschte Wirkungen auftreten oder sollten sich anderweitige Fragen ergeben.