{"id":2848,"date":"2021-10-05T11:03:35","date_gmt":"2021-10-05T11:03:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/?p=2848"},"modified":"2025-09-25T12:12:22","modified_gmt":"2025-09-25T12:12:22","slug":"metabolisches-syndrom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/metabolisches-syndrom\/","title":{"rendered":"Metabolisches Syndrom \u2013 dem Gesundheitsrisiko mehr Gewicht schenken, nicht dem K\u00f6rper!"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"793\" src=\"https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/shutterstock_623414777-1024x793.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2850\" srcset=\"https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/shutterstock_623414777-1024x793.jpg 1024w, https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/shutterstock_623414777-300x232.jpg 300w, https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/shutterstock_623414777-768x594.jpg 768w, https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/shutterstock_623414777-1536x1189.jpg 1536w, https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/shutterstock_623414777-2048x1585.jpg 2048w, https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/shutterstock_623414777-720x557.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>\u00abInsulinresistenz-Syndrom\u00bb, \u00abt\u00f6dliches Quartett\u00bb oder \u00abWohlstandskrankheit\u00bb \u2013 hinter diesen Bezeichnungen verbirgt sich das metabolische Syndrom. Ein Syndrom, welches das gemeinsame Auftreten von vier Krankheitsbilder umfasst. Zu diesen vier Erkrankungen geh\u00f6ren \u00dcbergewicht (insbesondere ein \u00abdicker\u00bb Bauch), erh\u00f6hte N\u00fcchternblutzuckerwerte, negativ ver\u00e4nderte Blutfettwerte sowie Bluthochdruck. Jede dieser Gr\u00f6ssen ist f\u00fcr sich allein gesehen bereits ein Risikofaktor f\u00fcr Gef\u00e4ss- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes-Typ-2. Bei gemeinsamem Auftreten der Faktoren multipliziert sich das Risiko zum Teil drastisch und kann unter Umst\u00e4nden t\u00f6dlich enden. Bei der Entstehung spielen Veranlagung, Lebensstil, Ern\u00e4hrung und psychosoziale Bedingungen (z. B. Stress) eine wesentliche Rolle. Bereits einfache Massnahmen k\u00f6nnen eine Besserung erzielen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Ursachen sind schnell gefunden<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine ungesunde Lebens- und Ern\u00e4hrungsweise stehen ganz oben auf der Liste der m\u00f6glichen Ursachen, gepaart mit Faktoren wie Stress \u00fcber lange Zeit, zus\u00e4tzlichen Erkrankungen (z. B. die Nieren oder Leber betreffend) sowie die Behandlung mit bestimmten Medikamenten und Hormonen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer adip\u00f6s ist, das heisst an \u00dcbergewicht leidet, ist besonders gef\u00e4hrdet ein metabolisches Syndrom zu entwickeln. Der Grund: bei \u00fcbergewichtigen Personen besteht ein gr\u00f6sseres Risiko f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wann-ist-der-blutdruck-zu-hoch-und-warum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bluthochdruck<\/a>, abnorme Blutfettwerte sowie erh\u00f6hten Blutzucker. Der Grundstein f\u00fcr ein metabolisches Syndrom wird aber h\u00e4ufig bereits in der Kindheit gelegt. Ein in fr\u00fchen Jahren falsch erlerntes Essverhalten bleibt in vielen F\u00e4llen ein Leben lang bestehen und stellt einen Risikofaktor f\u00fcr die Entstehung von Gewichtsproblemen dar.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Typische Krankheitssymptome gibt es nicht<\/h2>\n\n\n\n<p>Schmerzen oder Beschwerden sucht man beim metabolischen Syndrom vergebens. Oft wird es eher zuf\u00e4llig aufgrund einer Vorsorgeuntersuchung oder nach einem erlittenen Herzinfarkt oder Schlaganfall diagnostiziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtigster Faktor beim metabolischen Syndrom ist klar \u00dcbergewicht. Vor allem Personen mit Stammfettsucht (androider Adipositas) sind gef\u00e4hrdet. Bei einer Stammfettsucht sammelt sich das Fett rund um den Bauch herum an. Adipositas alleine macht aber noch kein metabolisches Syndrom aus. Die nachfolgend genannten Faktoren m\u00fcssen ebenfalls diagnostiziert sein:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Fettstoffwechselst\u00f6rung (erh\u00f6hte Triglyzeride \/ geringes HDL-Cholesterin)<\/li>\n\n\n\n<li>erh\u00f6hter arterieller Blutdruck<\/li>\n\n\n\n<li>Insulinresistenz (wegen erh\u00f6htem N\u00fcchternzucker im Blut) oder ein bereits diagnostizierter Typ-2-Diabetes<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Beim metabolischen Syndrom stehen die unterschiedlichen Erkrankungen oft in Zusammenhang. Eine genetische Veranlagung zur Insulinresistenz wird beispielsweise durch einen ungesunden Lebensstil zus\u00e4tzlich gef\u00f6rdert. Das f\u00fchrt dazu, dass die Insulinspiegel stetig hoch sind. Es kommt zu einem verst\u00e4rkten Hungergef\u00fchl &#8211; Betroffene essen \u00fcberm\u00e4ssig viel. Durch diesen \u00dcberkonsum ver\u00e4ndert sich der Blutfett- und Cholesterinstoffwechsel. In der Folge lagern sich Fett und Cholesterin vermehrt in den Blutgef\u00e4ssw\u00e4nden ab. Das f\u00fchrt zu Arteriosklerose, was wiederum ein Risikofaktor f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/fachgebiete\/kardiologie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Herz-Kreislauf-Erkrankungen<\/a> ist. Durch die Insulinresistenz ist auch die Ausscheidung von Salzen \u00fcber die Nieren gest\u00f6rt. Hohe Mengen an Natrium im K\u00f6rper f\u00f6rdern Bluthochdruck. Bluthochdruck sch\u00e4digt nicht nur Organe, sondern f\u00fchrt auch zu kleinen Verletzungen an der Gef\u00e4ssinnenwand, was die Einlagerung von Fett und Cholesterin zus\u00e4tzlich beg\u00fcnstigt. \u00dcber Jahre hinweg wird das Herz-Kreislaufsystem so immer mehr gesch\u00e4digt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Risikofaktoren erkennen<\/h2>\n\n\n\n<p>Das metabolische Syndrom entwickelt sich also aus genetischer Veranlagung, einem ungesunden Lebensstil, schlechten Ern\u00e4hrungsgewohnheiten sowie krankmachenden psychosozialen Bedingungen. Die Genetik kann man nicht beeinflussen. Es gibt aber eine ganze Reihe beeinflussbarer Faktoren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Bewegungsmangel<\/li>\n\n\n\n<li>erh\u00f6hter Alkohol- und Kochsalzkonsum<\/li>\n\n\n\n<li>ein hoher Verzehr von energie- und fettreichen Lebensmitteln<\/li>\n\n\n\n<li>Stress \u00fcber l\u00e4ngere Zeit<\/li>\n\n\n\n<li>Schlafst\u00f6rung und -mangel<\/li>\n\n\n\n<li>Rauchen<\/li>\n\n\n\n<li>eine ausgepr\u00e4gte Schilddr\u00fcsenunterfunktion<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Metabolisches Syndrom \u2013 ja oder nein?<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Diagnose des metabolischen Syndroms muss der Gesundheitszustand mittels Anamnese erfasst werden. Zudem sind Laboruntersuchungen des Blutes mit Bestimmung von N\u00fcchternfettwerten, <a href=\"https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/angebot\/diabetes-beratung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Blutzuckerspiegel<\/a>, Cholesterinwerten, Leberwerten, Harns\u00e4ure und Entz\u00fcndungsparametern wichtig. Weitere ist eine k\u00f6rperliche Untersuchung mit Blutdruckmessung und Bestimmung von Gewicht und Taillenumfang erforderlich. Eine Familienanamnese kann aufschlussreich sein, wenn es um Krankheitstendenzen geht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mit den Folgen ist nicht zu spassen<\/h2>\n\n\n\n<p>Die m\u00f6glichen Folgen eines metabolischen Syndroms sind eine Diabetes-Erkrankung und Arteriosklerose, was im weiteren Verlauf zu einer <a href=\"https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/nach-koronarer-herzerkrankung-der-weg-zurueck-in-den-alltag\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">koronaren Herzerkrankung<\/a> mit Herzinfarkt und Herzschw\u00e4che f\u00fchren kann. Auch erh\u00f6hen diese Folgeerkrankungen das Risiko f\u00fcr Durchblutungsst\u00f6rungen des Gehirns. Dies kann im schlechtesten Fall mit einem Schlafanfall enden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vorsorge ist besser als Nachsehen<\/h2>\n\n\n\n<p>Dem metabolischen Syndrom pr\u00e4ventiv entgegenzuwirken beinhaltet die gleichen Massnahmen wie die einer Therapie. Allen voran k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t, ein gesunder Lebensstil und ausgewogene Ern\u00e4hrung. So gibt man dem Hauptrisikofaktor \u00dcbergewicht erst gar keine Chance.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bewegung und gesunde Ern\u00e4hrung als \u00abMedizin\u00bb<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt ist eine gesunde und ausgewogene Ern\u00e4hrung mit vielen Ballaststoffen, wenig Alkohol, wenig ges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren sowie vermehrter k\u00f6rperlicher Aktivit\u00e4t wichtig, um die Stoffwechselsituation deutlich zu verbessern. Eine Gewichtsabnahme ist unumg\u00e4nglich. Schon eine moderate Gewichtsabnahme von 5 bis 10 Prozent des K\u00f6rpergewichts verbessert die Insulinempfindlichkeit und senkt die Blutfettwerte sowie den Blutdruck.<\/p>\n\n\n\n<p>Was aber, wenn diese Massnahmen entweder nicht gelingen oder aber nicht ausreichen? Dann ist ein fr\u00fchzeitiges Gegensteuern sinnvoll und auch notwendig, gegebenenfalls mit Medikamenten wie Blutdruck- oder Cholesterinsenker sowie Diabetes-Typ-2-Medikation.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unterst\u00fctzung in der Hausarztpraxis<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei einem metabolischen Syndrom ist die <a href=\"https:\/\/app.arzt-direkt.de\/praxisambahnhof\/booking?lang=de&amp;bsid=63bbd1baf829474cf925bc8a&amp;oat=63f26eec6fced140aaf286b4,63f26ef46fced140aaf28978,63f26ef86fced140aaf28a94,63f26efa6fced140aaf28b96,63f26efd6fced140aaf28c32,63f26efe6fced140aaf28c88,63f26f006fced140aaf28d25,63f26f026fced140aaf28d95,63f26f036fced140aaf28dfa,6473040685fd39b1d623cc8c,6473522e85fd39b1d65de176,647352ae85fd39b1d65e44c2,64b0cbe218a905e2d344438a,652ac1da06622e78f3e8fd74,65302d6a06622e78f3767323,659aa06f80039ff322e2fea5,659aa08e80039ff322e305f2,659aa0af80039ff322e30cf5,659aa0cd80039ff322e31442,659aa0e880039ff322e31aeb,6636894c97a7415b6ae07f14,667082265e93e6511e7e8577,667be8a3ee12707f34db1587\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\">Haus\u00e4rztin<\/a> oder der Hausarzt die erste Anlaufstelle. Wenn Sie an Ihrer Ern\u00e4hrung arbeiten wollen, vereinbaren Sie gerne einen <a href=\"https:\/\/app.arzt-direkt.de\/praxisambahnhof\/booking?lang=de&amp;bsid=63bbd1baf829474cf925bc8a&amp;oat=67eccc6aab1e39463136c038,67eccc74f22ac54c3cf9dd9b\" title=\"\">Termin<\/a> bei unserer Ern\u00e4hrungsberaterin Natalie Allenbach. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00abInsulinresistenz-Syndrom\u00bb, \u00abt\u00f6dliches Quartett\u00bb oder \u00abWohlstandskrankheit\u00bb \u2013 hinter diesen Bezeichnungen verbirgt sich das metabolische Syndrom. Ein Syndrom, welches das gemeinsame Auftreten von vier Krankheitsbilder umfasst. Zu diesen vier Erkrankungen geh\u00f6ren \u00dcbergewicht (insbesondere ein \u00abdicker\u00bb Bauch), erh\u00f6hte N\u00fcchternblutzuckerwerte, negativ ver\u00e4nderte Blutfettwerte sowie Bluthochdruck. 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