{"id":2693,"date":"2020-12-08T06:00:09","date_gmt":"2020-12-08T06:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/?p=2693"},"modified":"2020-12-07T06:46:16","modified_gmt":"2020-12-07T06:46:16","slug":"diabetes-mellitus-wenn-zu-viel-zucker-im-blut-krank-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/diabetes-mellitus-wenn-zu-viel-zucker-im-blut-krank-macht\/","title":{"rendered":"Diabetes mellitus \u2013 wenn zu viel Zucker im Blut krank macht"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Diabetes-1024x682.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2700\" srcset=\"https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Diabetes-1024x682.jpeg 1024w, https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Diabetes-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Diabetes-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Diabetes-1536x1024.jpeg 1536w, https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Diabetes-2048x1365.jpeg 2048w, https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Diabetes-720x480.jpeg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Immer mehr Menschen erkranken an Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Die meisten davon an Typ 2. Dieser Diabetes-Typ wurde lang als Altersdiabetes bezeichnet. Heute sind auch viele junge Menschen betroffen. Der Grund: \u00dcbergewicht und Bewegungsmangel. Anders verh\u00e4lt es sich mit dem Diabetes Typ 1. Dieser Typ ist selten und hat nichts mit dem Lebensstil zu tun, sondern beruht auf Autoimmunreaktionen des K\u00f6rpers.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diabetes ist griechisch und hat die Bedeutung: Honigs\u00fcsser Durchfluss. Durchfluss deshalb, weil man als Erkrankter sehr viel Durst hat, viel trinkt und entsprechend auch viel Wasser l\u00f6sen muss. Honigs\u00fcss, weil der Urin s\u00fcss schmeckt, da er viel Zucker enth\u00e4lt. Diabetes z\u00e4hlt zu den chronischen Stoffwechselerkrankungen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was passiert beim Diabetes generell?<\/h2>\n\n\n\n<p>Obwohl die beiden Haupttypen in der Entstehung v\u00f6llig verschieden sind, die Auswirkungen sind dieselben. In beiden F\u00e4llen gelangt zu wenig oder gar kein Zucker aus dem Blut in die Zellen, was den Blutzuckerspiegel in die H\u00f6he treibt. Dies geschieht wegen Fehlen an Insulin (Diabetes Typ 1) oder weil die Wirkung von Insulin ausbleibt, also eine sogenannte Insulinresistenz vorliegt (Diabetes Typ 2). Hat es gar kein oder zu wenig Insulin oder besteht eine Unempfindlichkeit gegen\u00fcber Insulin, bleiben die Zellen verschlossen und Glukose im Blutgef\u00e4ss stecken. Das erh\u00f6ht in der Folge nat\u00fcrlich den Blutzucker.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Treibstoff und Botenstoff<\/h2>\n\n\n\n<p>Glukose ist der wichtigste \u201eTreibstoff\u201c f\u00fcr Zellen, Muskeln, Organe und das Gehirn. Sie wird \u00fcber die Nahrung aus Kohlenhydraten gewonnen. Nach dem Essen steigt also der Glukosespiegel im Blut an. Um diesen erh\u00f6hten Spiegel zu senken, produziert die Bauchspeicheldr\u00fcse den lebenswichtigen Botenstoff Insulin und gibt ihn ins Blut ab. Von dort sucht sich das Insulin Andockstellen an den W\u00e4nden von K\u00f6rperzellen, damit sich die Zellen \u00f6ffnen und der durch Nahrung aufgenommene Zucker (Glukose) eintreten und als Energie verwendet werden kann. Beim gesunden Menschen sinkt daraufhin der Blutzucker wieder in den Normalbereich. Beim Diabetiker ist der Zuckerstoffwechsel jedoch gest\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Diabetes Typ 1<\/h2>\n\n\n\n<p>Diabetes Typ 1 z\u00e4hlt zu den sogenannten Autoimmunerkrankungen. Was die Krankheit ausl\u00f6st, ist weitgehend unbekannt. Die Vorg\u00e4nge, die dabei im K\u00f6rper passieren, sind aber bekannt. Bei Autoimmunerkrankungen sieht das Abwehrsystem bestimmte Strukturen des eigenen K\u00f6rpers als Feind an \u2013 und beginnt, ausgew\u00e4hlte Zellen zu zerst\u00f6ren. Beim Diabetes Typ 1 sind die insulinproduzierenden Langerhansinseln in der Bauchspeicheldr\u00fcse betroffen. Werden diese Zellen zerst\u00f6rt, kann kein Insulin ausgesch\u00fcttet werden. Die Folge: der Zuckerspiegel im Blut steigt an, Glukose kann nicht von den K\u00f6rperzellen aufgenommen werden, verbleibt im Blut und wird mit dem Urin ausgeschieden. Betroffene verlieren Gewicht, haben st\u00e4ndig Durst und m\u00fcssen oft Wasser lassen. Unbehandelt verl\u00e4uft die Krankheit t\u00f6dlich. Behandelt k\u00f6nnen Betroffene ein weitgehend normales Leben f\u00fchren. Regelm\u00e4ssige und konsequente Messungen des Blutzuckerspiegels und Insulingabe sind dann aber fester Bestandteil vom Alltag.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Diabetes Typ 2<\/h2>\n\n\n\n<p>Diabetes Typ 2 ist eine Volkskrankheit, deren Zahl der Betroffenen in den letzten Jahren einen deutlichen Anstieg verzeichnete. Beim Diabetes Typ 2 produziert die Bauchspeicheldr\u00fcse am Anfang zwar noch ausreichend Insulin, allerdings werden die K\u00f6rperzellen zunehmend unempfindlich dagegen. Das heisst, die Zahl der Bindungsstellen f\u00fcr Insulin an den Zelloberfl\u00e4chen nimmt ab. Es entsteht eine Insulinresistenz. Die vorhandene Insulinmenge reicht nicht mehr aus, um den Zucker im Blut in die Zellen einzuschleusen. Glukose verbleibt also im Blut. Man spricht dann von einem relativen Insulinmangel. Diesen Mangel versucht der K\u00f6rper durch eine gesteigerte Insulinproduktion auszugleichen, was zu einer \u00dcberlastung der Bauchspeicheldr\u00fcse f\u00fchrt und die Insulinproduktion schlussendlich ganz zur\u00fcckgeht (absoluter Insulinmangel). An diesem Punkt angekommen, hilft nur noch die Insulinspritze. So weit muss es aber nicht kommen. Denn es gibt verschiedene <strong>beeinflussbare<\/strong> Risikofaktoren, die den oben beschriebenen Krankheitsmechanismus f\u00f6rdern und zur Entstehung von Diabetes Typ 2 beitragen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zu den beeinflussbaren Faktoren geh\u00f6ren:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>\u00dcbergewicht (fett- und zuckerreiche Ern\u00e4hrung)<\/li><li>Bewegungsmangel<\/li><li>das metabolische Syndrom (eine Kombination aus Adipositas, erh\u00f6hten Blutfettwerten, Bluthochdruck und einer Insulinresistenz)<\/li><li>Rauchen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Zu den nicht beeinflussbaren Faktoren geh\u00f6ren:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Vererbung<\/li><li>Alter<\/li><li>hormonelle Erkrankungen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wird ein relativer Insulinmangel festgestellt, f\u00fchrt der Weg der Behandlung also prim\u00e4r \u00fcber einen gesunden Lebensstil. Insbesondere muss \u00dcbergewicht ab- und Bewegung in den Alltag eingebaut werden. Oft reichen bereits diese beiden Punkte aus, um die Krankheit in den Griff zu bekommen. Die Erkl\u00e4rung dazu ist einfach: Je h\u00f6her das \u00dcbergewicht ist, desto h\u00f6her ist die Menge an Fett im Organismus. Fett liefert den Muskeln Energie, jedoch auf Kosten der Glukose. Diese bleibt im Blut und f\u00fchrt zu einer Erh\u00f6hung des Blutzuckers. Wird Fett abgebaut, sinkt auch der Blutzuckerspiegel. Bei der Bewegung verh\u00e4lt es sich \u00e4hnlich. Bereits eine halbe Stunde Training pro Tag reichen, um die Glukose im Blut zu senken. Denn Sport bef\u00f6rdert den Zucker aus dem Blut ganz von selbst in die Muskelzellen. Reichen diese Therapieans\u00e4tze nicht aus, muss der Blutzucker mit Tabletten eingestellt werden. Erst, wenn gar nichts mehr geht und der Insulinmangel zu gross ist, m\u00fcssen Typ-2-Diabetiker zur Insulinspritze greifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei beiden Diabetes-Typen muss der Zuckerspiegel gut eingestellt sein, sonst drohen auf lange Sicht Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder der diabetische Fuss.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir bieten <a href=\"https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/angebot\/diabetes-beratung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Diabetes-Beratungen<\/a> an und informieren Patienten detailliert \u00fcber die Krankheit, Folge- und Nebenerscheinungen sowie das Zurechtkommen im Alltag.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr Menschen erkranken an Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Die meisten davon an Typ 2. Dieser Diabetes-Typ wurde lang als Altersdiabetes bezeichnet. Heute sind auch viele junge Menschen betroffen. Der Grund: \u00dcbergewicht und Bewegungsmangel. Anders verh\u00e4lt es sich mit dem Diabetes Typ 1. 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