{"id":1931,"date":"2018-07-03T12:18:38","date_gmt":"2018-07-03T12:18:38","guid":{"rendered":"http:\/\/praxisambahnhof.ch\/blog\/?p=1931"},"modified":"2020-09-15T08:05:52","modified_gmt":"2020-09-15T08:05:52","slug":"von-der-schulbank-in-die-lehre-als-mpa-kein-einfacher-wechsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/von-der-schulbank-in-die-lehre-als-mpa-kein-einfacher-wechsel\/","title":{"rendered":"Von der Schulbank in die Lehre als MPA \u2013 kein einfacher Wechsel"},"content":{"rendered":"<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1939\" src=\"http:\/\/praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/BlogLehre-als_MPA2-1024x680.jpg\" alt=\"Halila Murati ist im 2. Lehrjahr als MPA in der Praxis am Bahnhof\" width=\"640\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/BlogLehre-als_MPA2-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/BlogLehre-als_MPA2-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/BlogLehre-als_MPA2-768x510.jpg 768w, https:\/\/www.praxisambahnhof.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/BlogLehre-als_MPA2-720x478.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/strong><\/p>\n<p><strong>Halila Murati absolviert in unserer Praxis eine Lehre als medizinische Praxisassistentin und ist bald im dritten Lehrjahr. Wieso sie sich f\u00fcr diesen Beruf entschieden hat und wie der Umstieg von der Schule in den Berufsalltag verlaufen ist, das erz\u00e4hlt sie uns im Interview.<\/strong><\/p>\n<h6>Halila, als MPA arbeitet man sehr nah mit den Patienten, das kann f\u00fcr einen jungen Menschen sehr herausfordernd sein. Warum wolltest Du eine Lehre als MPA machen?<\/h6>\n<p>Ich war von klein auf an Krankheiten und Medizin interessiert und wollte immer so viel wie m\u00f6glich dar\u00fcber wissen. So habe ich Fernsehsendungen zu dem Thema mit Neugierde verfolgt und auch die B\u00fccher dar\u00fcber mit Interesse gelesen.<\/p>\n<p>Nach der Schule wollte ich einen Beruf erlernen, in dem man viel Kontakt mit Menschen hat und der einen abwechslungsreichen Alltag mit sich bringt. Die Arbeit als MPA schliesst all das ein.<\/p>\n<h6>Wie hast du die Umstellung von der Schule in den Arbeitsalltag einer Arztpraxis erlebt?<\/h6>\n<p>Der Anfang war schwer. In der Schule hab ich mich haupts\u00e4chlich unter Gleichaltrigen bewegt und habe den ganzen Tag neben meiner Klassenkollegin gesessen. Pl\u00f6tzlich verbringt man den ganzen Tag unter \u201eErwachsenen\u201c und m\u00f6chte mithalten in den Gespr\u00e4chen und Abl\u00e4ufen. Daran musste ich mich erst gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p>Die grosse Verantwortung war mir von Anfang an bewusst, auch wie schnell ein Fehler passiert ist. Anfangs traute ich mich nicht nachzufragen. Ich musste zuerst lernen, dass ich viel nachfragen darf und soll.<\/p>\n<p>Meine Ausbildnerin Marta hatte mich gewarnt, dass das viele Stehen zu Beginn Schmerzen in den Beinen verursachen kann. Und so war es auch: die ersten paar Wochen habe ich meine Beine ganz sch\u00f6n gesp\u00fcrt.<\/p>\n<blockquote>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eWir haben im Team ein gutes Verh\u00e4ltnis. Es ist zu einer zweiten Familie geworden.\u201c<\/h3>\n<\/blockquote>\n<h6>Wie viel Zeit verbringst du im Betrieb, wie viel in der Schule und wo bist du lieber?<\/h6>\n<p>Eine MPA muss viel medizinisches Wissen haben, um den Beruf auszu\u00fcben. Deshalb bestehen die Wochen im ersten Lehrjahr aus drei Tagen Schule und nur 2 Tagen Arbeit in der Praxis.<\/p>\n<p>Jetzt im zweiten Lehrjahr kann ich das Gelernte an vier Tagen pro Woche in der Praxis anwenden und besuche die Schule nur einen Tag w\u00f6chentlich.<\/p>\n<p>Im dritten Lehrjahr werde ich dreieinhalb Tage arbeiten und mich eineinhalb Tage in der Woche in der Schule auf die Lehrabschlusspr\u00fcfung vorbereiten.<\/p>\n<p>Nachdem ich anfangs lieber die Schule besuchte, weil das der bekannte Alltag war, bevorzuge ich heute die Arbeit in der Praxis. Wir haben im Team ein gutes Verh\u00e4ltnis. Es ist zu einer zweiten Familie geworden, denn man teilt viele Erfahrungen miteinander.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><em>\u201eEs gibt Situationen, in denen es schwierig ist, sich nicht emotional einzulassen.\u201c<\/em><\/h3>\n<h6>Was sind die Aufgaben einer lernenden MPA?<\/h6>\n<p>Seit Mitte des ersten Lehrjahres mache ich Blutentnahmen f\u00fcr verschiedenste Analysen im Labor. Auch die Assistenz im OP-Saal ist relativ rasch m\u00f6glich. Verb\u00e4nde und Gipse anzulegen, muss man erst in der Schule erlernen. Diese Aufgabe \u00fcbernehme ich deshalb erst seit letztem Sommer.<\/p>\n<p>Daneben gibt es viele administrative Aufgaben, wie das Ausf\u00fcllen und Versenden von Berichten. Wichtig ist auch die Beantwortung des Telefons. Die unterschiedlichen Aufgaben machen den Alltag so abwechslungsreich.<\/p>\n<h6>Der Beruf ist sicher nicht immer einfach. Was ist das Schwierigste?<\/h6>\n<p>Es gibt Situationen, in denen es schwierig ist, sich nicht emotional einzulassen. Manche Patienten erz\u00e4hlen mir ihre Sorgen, weinen vielleicht sogar. Wenn man dann seine eigenen Gef\u00fchle zul\u00e4sst, verschlimmert das den Moment nur. Mich hier richtig abzugrenzen und die richtigen Worte zu finden, musste ich erst lernen.<\/p>\n<h6>In welchen Momenten freust du dich?<\/h6>\n<p>Das sch\u00f6nste f\u00fcr mich war, so gut und rasch im Team aufgenommen zu werden und von Anfang an Respekt zu erfahren. So habe ich mich vom ersten Moment an wohlgef\u00fchlt.<\/p>\n<p>Im Umgang mit unseren Patienten freue ich mich immer, wenn sie die Praxis mit einem L\u00e4cheln verlassen.<\/p>\n<p>Arbeitsseitig f\u00fchre ich gerne T\u00e4tigkeiten aus, die ich gelernt habe und in denen ich mittlerweile richtig gut bin, wie das Blutabnehmen zum Beispiel. Je mehr man \u00fcbt, desto besser klappt es. So merke ich, dass ich Fortschritte mache und im Team mithalten kann.<\/p>\n<h6>Was war das bisher schlimmste oder unangenehmste Erlebnis?<\/h6>\n<p>Aufgrund von Krankheitsf\u00e4llen war die Praxis leicht unterbesetzt und ich wollte so gut wie m\u00f6glich helfen. Ein Patient kam zum Aderlass. Als es darum ging, die Nadel aus dem Arm zu ziehen, habe ich mich angeboten, das zu \u00fcbernehmen. Die Nadel, die dazu benutzt wird, ist sehr dick. Das hatte ich vorher nicht bedacht. Ich zog sie raus. Sofort quoll das Blut aus der Nadel, auch die Einstichstelle blutete. Zum Gl\u00fcck kam nach meinem Rufen rasch ein Arzt und hat geholfen.<\/p>\n<p>Es ist niemandem etwas zugestossen aber mein Schock war gross!<\/p>\n<h6>Hast du schon Pl\u00e4ne f\u00fcr nach der Lehre?<\/h6>\n<p>Mir schwirren viele Ideen im Kopf herum. Ich m\u00f6chte auf jeden Fall eine Weiterbildung machen! Die Lehre reicht mir nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Halila Murati absolviert in unserer Praxis eine Lehre als medizinische Praxisassistentin und ist bald im dritten Lehrjahr. Wieso sie sich f\u00fcr diesen Beruf entschieden hat und wie der Umstieg von der Schule in den Berufsalltag verlaufen ist, das erz\u00e4hlt sie uns im Interview. 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